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Kabel und
Leitungen für digitale |
| Um Nachrichten zu übertragen werden meist elektrische Leitungen eingesetzt. Um mit Kabeln die Informationen von A nach B zu übermitteln, werden je nach Übertragungsprotokoll verschiedenen Anforderungen an das Kabel gestellt. |
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Das Problem: Microfonkabel sich nicht zur Übertragung von DMX512 eignen. Dabei fängt man sich auch gleich einen "Konter" ein, indem der Kollege hingeht, mehrere Geräte zusammensteckt und dann zufrieden sagt "geht doch", außerdem warum sonst sind meine Geräte (Low-cost) mit dem dreipoligen XLR-Steckverbinder ausgestattet". Jetzt nicht aus der Ruhe bringen lassen und mit folgenden Argumente das "Reh" plazieren. |
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Digitalsignal
ungleich Tonsignal |
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| Übertragungsarten Zur Übertragung von Digitalsignalen zur Informationsübermittlung verwendet man der Begrifflichkeit nach Fernmeldekabel. Die Übertragungseigenschaften von Fernmeldekabeln werden nicht nur wie bei Stromkabeln zur Leistungsversorgung nach Spannungsfall und Leiterquerschnitt beschrieben. Vielmehr spielt die geometrische Form des Aufbaus und auch Größen wie Induktivität, Ableitung und Kapazität eine Rolle. Dabei finden in der Veranstaltungstechnik zur Datenübertragung hauptsächlich vier Kabeltypen Verwendung. Einmal das Koaxialkabel, welches wir als Antennenkabel von unserern Fernseher her kennen, dem Twisted-Pair (TP) Kabeltyp, den Lichtwellenleiter, wobei hier statt elektrische Signale optische Signale übertragen werden. Damit ist mit dem Lichtwellenleiter von Natur aus keine Brummschleife möglich (Galvanische Trennung), und ist unempfindlich gegenüber jeglichen Elektrischen und magnetischen Feldern bzw. Störstrahlungen. Als letzte Übertragungsart sei noch die Übertragung mit dem Wireless LAN-Kabel erwähnt, welches zwar aufgrund des geringen Kupferanteils ebenfalls eine galvanische Trennung darstellt, aber für Störstrahlungen sehr empfänglich ist. Die letzten beiden Übertragungsarten sind für sich soweit komplex, das man diese zu anderer Zeit einmal erörtern kann, aber hier nicht weiter Bezug genommen wird. |
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Kabel |
| Skineffekt Bei höheren Frequenzen wirkt sich aber ein weiterer Effekt auf den Widerstand einer Leitung aus. Er entsteht aus folgenden kausalen Zusammenhang: Jeder Stromfluss erzeugt ein Magnetfeld. Wir wissen auch, dass ein Leiter, der ein Magnetfeld schneidet ebenfalls eine Spannung induziert. Weiterhin ist die Größe des resultierenden Stromes abhängig von der Änderungsgeschwindigkeit des Magnetfeldes. Für einen Stromleiter bedeutet dies das bei hohen Frequenzen, dass der Stromfluss in den benachbarten Kupfer, welches ebenfalls einen Leiter darstellt, eine Gegenspannung induziert. Die Folge ist das die Stromdichte in der Mitte der Leitung sehr gering ist und zum Rand hin zunimmt. Der Strom fließt beinahe ausschließlich auf der Außenhaut des Leiters. An der Oberfläche der Leitung ist die Stromdichte am höchsten, da weiter außen kein weiteres Kupfer mit Stromfluss ein Gegenfeld Induziert. Folglich findet bei sehr hohen Frequenzen der Stromfluss beinahe nur noch auf der Oberfläche des Leiters statt. Der Begriff für diesen Effekt heißt Skin-(Haut) Effekt. In der Praxis begegnet man diesem Effekt, indem man z.B. die Oberfläche des Leiters versilbert, denn Silber hat eine höhere Leitfähigkeit als Kupfer. Auch kann man die Oberfläche vergolden, jedoch der Gewinn der Übertragungsleistung liegt hier darin, das eine Goldoberfläche wesentlich kleinere Oberflächenrauigkeit aufweist und somit der Stromweg verkürzt wird. Zuletzt kann man den Effekt auch so begegnen, indem man mehrere isolierte Leiter verwendet, und somit die Oberfläche größer wird. ![]() a) je höher die Frequenz, um so kleiner ist der wirksame Querschnitt für den Strom b) Typischer Widerstandsverlauf eines KAT 5 Kabels mit 0,6 mm Drahtstärke. |
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Wellenwiderstand
³ Oft bei IBM Token Ring gefordert Bei langen Leitungen wird ein
Teil des Wechselstromes über die verteilte Kapazität kurzgeschlossen,
so dass nur ein Bruchteil der Leistung am Verbraucher ankommt. Wenn nur
noch 10% der Spannung beim Verbraucher ankommt, was ca. 1/100tel der ursprünglichen
Leistung entspricht, wirkt sich der Widerstand am Ende der Leitung nicht
mehr aus. Somit ist es dann unerheblich ob am Signalkabelende ein Leerlauf,
Abschlusswiderstand oder Kurzschluss herrscht. Der Wellenwiderstand ist
dann gleich den Eingangswiderstand einer "unendlich" langen
Leitung.
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| Leitungsdämpfung Einer der wichtigsten Berenzungsparameter für die Leitungslänge ist die Leitungsdämpfung. Denn Sie ist gibt an, wie viel Signalamplitude am Ausgang gegenüber dem Eingang anliegt und begrenzt somit die maximale einsetzbare Kabellänge. Hierbei fließen Skineffekt, ohmsche Verluste in Längsrichtung und die kapazitiven Verlustwiederstände ein. Üblicherweise wird die Leitungs- (Kabel-) Dämpfung für eine Strecke von 100m angegeben. ![]() Beispiel einer Dämpfung eines Kabels mit 0,6 mm Draht der Katogorie 5 |
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| Nebensprechen Das Nebensprechen (Übersprechen) ist die Beeinflussung bzw. die Ankopplung (in der Regel Kapazitiv) der Signale in benachbarter Leitungsparre. Das Übersprechen ist abhängig von der Frequenz , ist aber unabhängig von der Leitungslänge. Man kann nun das Nebensprechen weiter unterteilen, indem man nun unterscheidet, ob das Signal am Kabelende neben dem Einspeisepunkt ein Übersprechen verursacht, oder ob man ein Signal im benachtbarten Kabel gegenüber der Einspeisequelle misst. Dementsprechend werden die Pegelunterschiede die natürlich wieder in dB angegeben mit Next, aNN [dB] (Near End Crosstalk) nahem Nebensprechen oder FEXT, aFN [dB] (Far End Crosstalk) entfernten Nebensprechen unterschieden. ![]() NEXT Nahnebensprechen Attenuation Crosstalk Ratio (ACR) Um Digitalsignale möglichst fehlerfrei zu übertragen ist ein großer ACR-Wert vorteilhaft. Mit ACR wird das Verhältnis des Nutzsignal zum Störpegel bezeichnet. Der ACR setzt sich hauptsächlich aus dem der längenabhängigen Leitungsdämpfung und dem Leitungslängen unabhängige Nebensprechen zusammen. Mit dem Nebensprechen (NEXT) werden die Störeinflüsse charakterisiert. Bei Abgeschirmten Kabel sind äußere Einflüsse so gering, dass diese Vereinfachung auch zutrifft. Bei ungeschirmten Kabeln sind EMV Einflüsse größer und beeinflussen das ACR negativ, aber nicht in starken maßen, sondern nur ein klein wenig mehr wie auf der Grafik zu sehen ist. ![]() ACR = Differenz von Nebensprechen zur Dämpfung Nun stellen wir einmal die Parameter unterschiedlicher Kabeltypen gegenüber:
Somit wird aus dem Vorausgesagten deutlich, warum z.B. Mikrofonkabel denkbar ungeeignet sind für Digitale Übertragungen, bzw. ein reines Glücksspiel darstellt. Und haben wir bis jetzt nicht unseren Kollegen mit dem Microfonkabel überzeugen können, so haben wir Ihn wenigsten verwirrt. |
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Koaxialkabel
Vollständigerhalber sei hier nur kurz der Begriff Thick-Ethernet bzw. 10 Base-5 erwähnt, was aber in der Veranstaltungstechnik sich nicht etablieren konnte. Um Mehr Stationen am Netz zu betreiben und noch größere Entfernungen zu überbrücken hat man das Thick-Ethernet entwickelt. Um die Signale unverstärkt über größere Entfernungen zu übermitteln, wird ein Koaxialkabel eingesetz dessen innenleiter einen noch größeren Abstand zum Umgebenden Leiter aufweist. Dieses meist in gelb gehaltene Kabel ist relativ star und schwer zu verlegen. Weiterhin können nicht einfache passive T-Stücke zur Anbindung einer Station verwendet werrden, sondern aktive Transiver, woduch zudem noch spezielle Netzwerkkarten hinzukommen. Auf dem obrigen Bild erkennen Wir den Anschluss für den Transiver mit AUI gekennzeichnet.
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Twisted-Pair-Kabel
Die Twisted Pair Kabel bestehen
oft aus 4 oder 6 verdrillten Paaren und werden in Kurzform auch
TP-Kabel genannt. Nun Kann man diese gedrillten Kabel auch noch
mit einem Schirm versehen. Dieser Schirm kann das gesamte Kabel
umfassen, oder auch die einzelnen Paare separat. So ergeben sich folgende
Definitionen von Datenübertragungskabeln:
Aufgrund der Übertragungseigenschaften
werden die Kabel in bestimmte Kategorien eingeteilt. Die einzelnen
Kategorien spezifizieren bestimmte Übertragungseigenschaften der
TP-Kabel, wie die Impedanz, die Bandbreite, die Dämpfung und das
Übersprechen.
Wird ein Netzwerk mit verdrillten
Kabeln als physikalische Verbindung sternförmig aufgebaut, spricht
man von einem Twisted-Pair-Ethernet. Dies ist die zur Zeit gängigste
Art in der Beleuchtungstechnik ein Ethernet-Netzwerk aufzubauen. Dabei
ist der Einsatz mit einem Hub oder Switch charakteristisch. Ein Hub kann
dabei Passiv oder aktiv sein. Ein Aktiver Hub erfüllt zusätzlich
noch eine Boosterfunktion und wird in der Datentechnik auch
als Konzentrator bezeichnet. Als Steckverbinder werden RJ 45 Steckverbinder
eingesetzt. (Registered Jack = genormter Stecker). Die Geräte werden
mit Straight-Kabel über einen Hub miteinander verbunden. Möchte
man nur zwei Geräte ohne einen Hub verbinden, dann kann man dies
mit einem Crossover-Kabel versuchen. Dabei ist das Sender-Adernparr
1 und 2 mit dem Empfängeradernparr 3 und 6 verbunden, während
bei dem 1:1 Kabel (Straight) das Sender-Kabelparr 3 und 6 mit dem Empfängeradernparr
3 und 6 verbunden ist.
![]() Netzwerkkarte eines Lichtstellpultes wird über RJ45 Steckverbinder und einem CAT 5 Kabel über einem Hub zu weiteren Geräten angeschlossen. RJ 45 Steckverbinder Nachrüsten mit einer 100 MHz Netzwerkkarte um für heutige Ansprüche gewappnet zu sein. Roadtauglichkeit durch Ethercon Steckverbinder (RJ45 Steckverbinder wird im XLR-Gehäuse integriert). |
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| Lichtwellenleiterkabel Licht hat den unschlagbaren Vorteil das elektrostatische Felder oder Magnetische Felder überhaupt keinen Einfluss auf die Signalqualität einer Übertragung haben. Es Lassen sich sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeiten erzielen und dabei über weite Distanzen übertragen. Aber man muss die elektronischen Signale erst in ein Lichtmuster umwandeln indem z.B. eine Laser- oder IR- oder Leuchtdiode elektrische Signale in Lichtwellen wandelt und auf der anderen Seite ein Phototransistor das Licht wieder in elektrische Signale zurückwandelt. Auch der Aufbau eines Lichtwellenkabels kann sehr unterschiedlich erfolgen, jedoch haben Sie gemeinsam, das eine Transparente Faser aus Glas oder Kunststoff das Licht leitet. Damit das Licht nicht austritt, wird es natürlich von der Grenzfläche reflektiert. Bereits hierbei ergeben sich unterschiedliche Qualitätsmerkmale, die an anderer Stelle diskutiert werden können. Damit die empfindliche Faser nicht allzu schnell verletzt wird, umgibt die Faser meist eine Polsterschicht, Außenhülle, Kunststoffgarn und zuletzt ein Kabelmantel. Damit ist die Leitung sehr empfindlich bei einem gleichzeitig hohen Anschaffungspreis. Das Lichtwellenleiterkabel weist folgende Merkmale auf:
Vollständigkeitshalber sollte man noch die Drahtlose Übermittlung mittels Richtfunk erwähnen, die aber naturbedingt mit atmosphärischen Störungen sowie von Schnee und Regen bereits beeinträchtigt werden kann. |
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| Die Qualität des Kabels hängt sehr davon ab wie gleichmäßig ein Kabel gefertigt wird, bzw. wie groß die Fertigungstolleranzen sind. Unregelmäßigkeiten im Kabel können durch aus Wellenreflexionen hervorrufen und somit die Kommunikation der Geräte verhindern. Natürlich sorgt der physikalische Aufbau des Kabels für grundlegende Übertragungseigenschaften. Aber je höher die Übertragungsraten werden, um so höher wird auch der Anspruch an das zu verwendende Kabel. |
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Vielen
Dank für Ihr Intresse |
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