|
Digitale Steuersignale der Lichttechnik |
| RDM,
DMX512, DMX512-A, PMX und wo sind die Untersiede? Grundlegende Typen bei der Übertragung von Digitalen Steuerinformationen |
|
Im Folgenden widmen wir uns
nicht dem DMX-512 im Detail, da dieses Protokoll bereits in den anderen
DMX - Rubriken wie DMX
512 Spezifikation,
DMX
512 Meßpraxis für Einsteiger und DMX
512 Ursachen und Folgen behandelt
wird. |
|
PMX |
||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() Mehrpunktverbindung 2 Draht, bei DMX512 Übertragung weist das Lichtstellpult meist nur einen Sender auf, währen die angeschlossenen Endgeräte wie Dimmer oder Movinglights nur den Empfänger beinhalten. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||
| DMX512 Nur der Vollständigkeit halber kurz angerissen: In der Veranstaltungstechnik hat sich zur Lichtsteuerung das Protokoll DMX512 durchgesetzt dessen erste Festlegung durch die USITT (United States Institute for Theatre Technology) erfolgte.
Nun darf man jetzt nicht glauben das mit der Festlegung des DMX 512 nun auch alle Geräte die dieses Protokoll unterstützen sich auch problemlos miteinander kommunizieren können. So senden z.B. ältere Geräte z.B. nur 90 DMX Kreisinformationen, was bei der Empfängerseite, die heutzutage immer 512 Kreise an Übertragung erwartet durchaus zu Irritationen führen kann. Mann soll aber nicht glauben das solche Unverständlichkeiten nur zwischen Geräten unterschiedlicher Hersteller auftauchen, diese "Ausrutscher" können auch innerhalb des Herstellers auftreten. So hat jeder schon seine Erfahrungen gemacht, das bestimmte Geräte nicht mit anderen das gewünschte Ergebnis lieferten. Der Unterschied der Festlegung von DMX512 aus dem Jahr 1986 zu 1990 liegt in der Verlängerung der MARK-AFTER BREAK Time von 4 msek. auf 8 µsek., da sich herausstellte, das einige Gerätehersteller Probleme mit der derzeitigen Elektronik hatten, um diese Information schnell genug umzusetzen, und somit einige Geräte nicht zuverlässig miteinander arbeiten konnten. Mit der Entwicklung preiswerter PCs, wurde der Wunsch nach einer Preiswerten Lichtstellsteuerung laut, deren Funktionen über die PC-Bedinung vollenden abgerufen werden können. War beim PMX-Protokoll der PC serienmäßige RS232 Anschluss ideal geeignet, so ist man beim DMX512 aufgrund der nun wesentlich schnelleren Übertragung die zudem in einem strengen "Korsett" zu erfolgen hat mit den PC-Schnittstellen nicht gut bedient. Es ist ein Adapter notwendig, der die Schnittstelle wandelt. Weiter ist es mit einer einfachen Wandlung nicht getan. Die langsam aus den Rechner gelieferten DMX Wertepakete müssen in dem Adapter ersteinmal zwischengespeichert werden, damit sie für eine schnelle und Übertragung auch allesamt zur Verfügung stehen, wenn das Protokoll schnell ausgegeben werden soll. So ist man in der Lage an einem PC über RS232, Printerport oder USB die Wertevorräte herauszugeben, aber man benötigt ein Microkontroller der die Datenpakete für das zeitlich andere DMX-Protokoll aufzubreiten und auszugeben kann. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| DMX512-A Das DMX512-A, dessen Spezifizierung mit der ANSI E1.11. (Amarican International Standard Institute) erfolgt und von der ESTA (Entertainment Services and Technology Association) definiert wird, ist voll abwärtskompatibel zum DMX512 1990 und unterscheidet sich mit einer Definition über Überspannungsschutz, galvanische Trennung, Spezifizierungen über die Erdung, verbietet 3 polige XLR-Steckverbinder um die Verwendung von problembringenden Microfonkabel zu verhindern und definiert die Verwendung der XLR-Pin 4 und 5 zur Datenübermittlung. Somit ist auch die Übertragung von Versorgungsspannung für Pulte oder andere Geräte wie sie z.B. Pulsar mit 25V auf Pin 4 und 5 betrieben haben, nicht mehr erwünscht. Soweit sind die Unterschiede ähnlich wie bei den vorher beschriebenen Derivaten DMX512/1990 zu DMX-512/DIN eher gering. Weshalb hier dennoch ein separater Absatz erfolgt, ist die Möglichkeit Informationen im Halbduplex zurückzusenden. Das System Informations Paket kurz SIP genannt, kann Informationen wie Pultsoftware-Version, Anzahl der gesendeten DMX-Pakete oder Textinformationen übermitteln. Diese Informationen stehen jedem zum Monitoring auf der Leitung auch nach passieren von Mergern oder Boostern zur Verfügung. So können auch Geräte ohne eignem Display Kartextmeldungen absetzen. Über Test-Pakete ist es auch einfach die installierte Datenübertragung zu kontrollieren. Auch wurde beim DMX512-A eineindeutige Geräte Identifier eingeführt. So können die Geräte von jedem Punkt im Netzwerk aus identifiziert werden. Man kann sagen das DMX512-A damit die Grundlage für das RDM-Protokoll gelegt hat.
Je nach Modi kann bei DMX512-A Daten im Halbduplex oder unidirektional hin und her gesendet werden. Es ist leicht nach zu vollziehen, dass bei Halbduplex die Wiederholfrequenz stark abnehmen muss da Datenpakete auf den gleichen Leitungen zurückgesendet werden. Diese Verzögerung ist vorhersehbar, bzw. man kann nicht sicherstellen das eine Übertragung nicht innerhalb einer bestimmten kleinen Zeiteinheit, die auch bei schnellen Leuchtmitteln wie LEDs kein Flackern erkennen läßt, vollzogen ist. Deshalb sind solche Systeme auch nicht "echtzeitfähig". So wird man in der Praxis zumindest im Lifebetrieb auf alle Modi die Halbduplex auf den primären Datenstrang übertragen, verzichten. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
RDM
Ist z.B. ein DMX512 - Aufbau mit Splittern ausgerüstet, und man erneuert das Steuerpult und den Dimmer mit RDM-fähigen Geräten, müssen aber auch die im System befindlichen Splitter mit RDM-fähigen Splittern ausgerüstet werden. Denn für eine Rückmeldung zum Pult müssen die Informationen in die Gegenrichtung "getrieben" werden, was eine bidirektionale Elektronik voraussetzt. Die üblichen Booster und Splitter weisen dagegen meist nur Operationsverstärker auf um das Signal vom Stellwerk zu verstärken. Ein Signal vom Movinglight zurück zum Pult wird dann mangels Treiberelektronik für den Rückweg nicht weitergegeben. Um Daten in beide Richtungen zu treiben werden Tri-State Halbleiter benötigt. Um keine direkte Rückkopplung zu verhindern schaltet ein Controller den jeweils rücksenden Treiber ab. ![]() Einfacher Booster für Unidirektionalen Datenfluss (z.B. DMX512) ![]() Booster für Bidirektionalen Datenfluss (z.B. RDM) |
||||||||||||||||||||||||||||||||||
| DMX512 1990 stellt für viele Endgeräte ein vollkommen ausreichendes und einfaches Protokoll dar. Größere Anlagen, bei denen mehr Komfort durch rückmeldende Geräte wünschenswert ist, fordern auf dem ersten Blick eine Erweiterung der DMX512 Funktionen, so das ein neues Abwärtskompatibles Protokoll wie RDM entsteht. Jedoch muss man sich hier fragen, ob bei komplexen Anlagen nicht ohnehin schon eine weit verbreitete und preisgünstige Alternative aus der Computerwelt, das Ethernet, kräftigen Anklang findet und somit ein neues Protokoll wie RDM überflüssig macht. Auch hier ein entschiedenes Jain. Bedingt durch die Sternförmige Vernetzung des Ethernets wird man im Rigg wieder auf DMX wandeln um dann von Gerät zu Gerät schleifen zu können. Möchte man dann eine Rückmeldung nutzen, benötigt man ein Signal wie RDM um die Information bis zum Ethernet-DMX-Wandlerknoten (Node) zurück zu senden. So gesehen werden wir zukünftig verschiedene Protokolle beherrschen müssen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Vielen
Dank für Ihr Intresse |
|