|
Andere Themen zu "Grundlagen
Scheinwerfer" |
| Woher kommt der Name PAR 64 oder PAR 36? |
|
PAR steht für Parabolic
Aluminium Reflector oder zu deutsch Parabolische Reflektor Lampe. PAR 64: Leuchtmitteldurchmesser
= 203 mm x3,14 = 64 cm aufgerundet Wem diese Darstellung der Größe
zu technisch ist, der kann sich auch einfach die Herleitung wie in der
Tontechnik bilden, dort werden die Lautsprecher als 15", 18"
Bässe oder 2" Horn bezeichnet, welche den Durchmesser der Chassis
wiedergibt. So wären es beim Licht ein 8", 7", 6"
und 5" Scheinwerfer entsprechend dem Durchmesser des Leuchtmittel.
|
![]() Strahlengang in einem PAR mit 10 Reihen Linsen auf dem Frontglas. |
| Der PAR-Scheinwerfer ist das Urgestein von Scheinwerfer im Rock n Roll. Das Leuchtmittel beinhaltet bereits alle optischen Komponenten für den einfachen Scheinwerferaufbau. Für den schnellen Leuchtmittelwechsel wird das einfache Sockelsystem Gx16d eingesetzt. Die weite Verbreitung liegt auch am niedrigen Anschaffungspreis des einfachen Scheinwerfers und an dem hohen Wirkungsgrad des Leuchtmittels. Mit vier Klassen von Abstrahlwinkeln des Leuchtmittels bietet der PAR-Scheinwerfer ein äußerst helles und hartes Licht. Er lässt sich sehr gut einsetzen um als Flood eine Bühne schnell mit Licht zu Füllen, und als Narrow Spot findet es gerne als Beam-Show Element seine Anwendung. Die Narrow Spot werden gerne als Gegen,- Seiten,- oder Führungslichter für die Musiker auf der Bühne eingesetzt, oder als "Lichtfinger" für Räumlichkeit. |
| LIF-Code | ANSI-Code | PAR Typ | Leistung | Abstrahlwinkel Bezeichnung | In Grad bei 10% |
In Grad bei 50% | Lichtstärke | Leistung | Farb-temperatur | Mittlere Lebensdauer |
|
-
|
-
|
PAR 56 | 300W | Narrow Spot (NSP) | 20° x 14° | 10° x 8° | 70000cd | 300W | 2750K | 2000h |
|
-
|
-
|
PAR 56 | 300W | Medium Flood (FL oder MFL) | 34° x 19° | 23° x 11° | 30000cd | 300W | 2750K | 2000h |
|
-
|
-
|
PAR 56 | 300W | Wide Flood (WFL) | 57° x 27° | 37° x 18° | 10000cd | 300W | 2750K | 2000h |
| CP86 |
-
|
PAR 64 | 500W | Very Narrow Spot (VNSP) | 16° x 13° | 10° x 7° | 240000cd | 500W | 3200K | 300 h |
| CP87 |
-
|
PAR 64 | 500W | Narrow Spot (NSP) | 19° x 16° | 11° x 9° | 140000cd | 500W | 3200K | 300 h |
| CP88 |
-
|
PAR 64 | 500W | Middel Flood (FL oder MFL) | 32° x 19° | 21° x 10° | 65000cd | 500W | 3200K | 300 h |
| CP60 | EXC | PAR 64 | 1000W | Narrow Spot (NSP) | 20° x 17° | 12° x 6° | 400000cd | 1000W | 3200K | 300 h |
| CP61 | EXD | PAR 64 | 1000W | Spot (SP) | 23° x 20° | 14° x 7° | 275000cd | 1000W | 3200K | 300 h |
| CP62 | EXE | PAR 64 | 1000W | Middel Flood (FL oder MFL) | 39° x 24° | 28° x 12° | 130000cd | 1000W | 3200K | 300 h |
| CP95 |
-
|
PAR 64 | 1000W | Extra Wide Flood (VWF) | 125° x 95° | 70° x 70° | 15000cd | 1000W | 3200K | 300 h |
| Sockel = Gx16d, Spannung U=240V | ||||||||||
| Beamshow |
Neben den bekannten klassischen Ausleuchtungsaufgaben, die ein Scheinwerfer bewältigen muss, damit man den Künstler auf der Bühne, die Requisiten und die Bühnenaufbauten sieht, hat sich gerade im Konzertbereich eine Lichtgestaltung entwickelt, die mit den sonst nicht gesehen Lichtstrecken arbeitet. Der Lichtstrahl (Beam) selber erscheint dann als sichtbares "Gebilde" und erlaubt somit Farbe und weitere Ebenen in den Raum zu zeichnen. Man spricht dann anstatt von der Ausleuchtung von einer Beamshow. So können auch Scheinwerfer die z.B. für eine Ausleuchtung ungeeignet sind, da das Lichtfeld zu inhomogen ist, dennoch sehr gut zu einer Beamshow eingesetzt werden, wo es mehr auf die Lichtdichte ankommt. So wird es nicht verwundern, das Designer zur Ausleuchtung der Szene andere Scheinwerfer spezifizieren, als für den Part der Beamshow. Damit aber nun das Licht für die Beamshow auch als Lichtstrahl auch im Raum sichtbar wird, muss das Licht irgendwo auftreffen, damit es zum Betrachter hin reflektiert werden kann. In einem Theater setzt man z.B. ein Gaze ein, die in den Raum hängt, um dann den Lichtstrahl darauf entlangzuwerfen, Dabei hat man immerhin eine zweidimensionale Möglichkeit geschaffen das Licht zu reflektieren. Für eine dreidimensionale Stoffverteilung die Licht reflektieren kann und dennoch hindurchblicken lässt wäre Staub oder Nebel der geeignete Stoff. In der Kleinen Kneipe von nebenan, sind Raucher diejenigen, die genügend Schwebstoffe verursachen. Auf der Bühne muss man oft mit Nebelmaschinen nachhelfen. Da aber Nebel die Sicht in die Tiefe stark einschränkt wird Dunst (Haze) benötigt. So wird oft praktischer Weise vor "bzw. nach" der Nebelmaschine ein Ventilator zur starken Zerstreuung der Nebeltröpfen im Raum eingesetzt. Um seinen Dunst zu erzeugen. Nun können sich die Lichtstrahlen an den Tröpfchen zum Betrachter hin reflektieren und der "Beam" wird dank des "Hazers" sichtbar. |
![]() Das Handtuch verhindert das "zusuppen" des Lüfters mit kondensierenden Nebelfluied. Hier wird nicht nur die Nebelmaschine per DMX ferngesteuert, sondern auch über einen Dimmer der Lüfter. |
Licht wird sichtbar im Dunst |
![]() Immer gerne gesehen der klassische Wechseleffekt. Räumlichkeit durch abgestuft angeordnete PAR-Bars |
![]() Ausgeprägter Fächer |
| Aufgrund das das Firlament des Leuchtmittels das oftmals in Biplaner Ausführung vorliegt, ist das Lichtbild sehr inhomogen. Dadurch ist die bestrahlte Lichtfläche sehr fleckig beleuchtet. Aus diesem Grund werden PAR Scheinwerfer für Flächenausleuchtungen im Theater oder wo hohe Ansprüche auf eine gleichmäßige Ausleuchtung gestellt werden, nicht angewendet. Werden stark streuende, also breit abstrahlende Typen eingesetzt, dann minimiert sich der Effekt, jedoch ist durch die Frontglasformung als Frost oder mit Reihenanordnung aufgepresster Linsen der Lichtwurf immer Ovaler. Grundsätzlich kann der Ovale Lichtwurf gut verwendet werden, um beim schrägen Auftreffen eines Lichtkreises die Verzerrung zu einem Oval zu kompensieren. Dazu muss man aber das Leuchtmittel im Scheinwerfer ausrichten können. Beim üblichen PAR-Scheinwerfer hat man dafür auf der Rückseite auch eine große Öffnung, in der man hineingreifen kann um das Leuchtmittel auszurichten. Jedoch betreten wir nun einen kritischen Bereich aus Sicht der Sicherheit. Denn bei Anwendung aller bestehenden Regeln und Normen wird man es schwer haben einen normgerechten PAR-Scheinwerfer zu finden. |
| PAR und die Regeln der Technik | |
|
Unser aller Problem ist das
DIN Normen sehr teuer sind und das kopieren derselben verboten ist. Aus
diesem Grunde verbreitet sich das Wissen über DIN Regeln meist mündlich
mit einem gewissen Anteil eines stillen Post Effekts. Da wird mal ein
Gitter gefordert und da mal nicht. Die einen schrauben eine einfache Leitung
aus dem Baumarkt an Ihren PAR und der Kollege meint aber das es mindestens
H05RN-F sein muss, währen der dritte hineinruft Nö - Silikonleitung.
Zum Glück gibt es aber noch die Verwaltungs-Berufsdenossenschaft
die einige Regeln in Ihrem Werk "Scheinwerfer SP 25.1/7
Ausgabe 2005 zusammengefasst hat. Und im Gegensatz zur DIN ist diese
Schrift in der Regel kostenlos erhältlich und für jeden nachzulesen,
dafür sind die gleichen Schutzziele geändert wiedergegeben und
weisen einige Stielblüten auf wie z.B. "Als persönliche
Schutzausrüstung bei Einleuchtvorgängen wird empfohlen Lichtschutzbrillen
zu benutzen." Also Herr Lightdesigner: Sonnenbrille auf beim Einleuchten!
Weiterhin ist ein Themenschwerpunkt der SP 25.1/7 die Gefährdung
durch UV Strahlung bei Tageslichtscheinwerfer, der besonders herausgearbeitet
wurde nachdem bekannten Ereignis, als sich bei einem Interview die prominenten
einen unfreiwilligen Sonnenbrand erhielten. |
| Variationen am PAR |
| Rein mechanisch ist es nicht unerheblich aus welcher Blech- oder Aluminiumqualität und Wandstärke ein PAR gefertigt wird. Dabei ist es natürlich ein Unterschied ob der PAR in einer Disco hängend nie bewegt wird oder ständig auf einer Tour oder im Verleih rabiat "herumfliegt" und dementsprechend verbeult. Neben den bereits gesagten Merkmalen, ist bei einem PAR auch die innere Lackierung auch ein Entscheidungskriterium für den einen oder anderen Typ. So ist nicht nur der innen schwarz gefärbte Tubus für das Lichtbild von Bedeutung, selbst eine von innen schwarz gefärbte hintere Kappe hat erheblichen Einfluss auf die Temperatur am Leuchtmittel-Sockel bzw. Fassung. So gibt es Kunststofffassungen die auf maximal 210° zugelassen sind. Diese Temperatur kann mit einer Rückkappe aus ALU-Natur in der Innenseite schnell überschritten werden. Deshalb wird oftmals der Einsatz von einer schwarz gefärbten Innenseiten der hinteren Kappe vom Fassungshersteller gefordert. In einem gut konstruierten PAR-Scheinwerfer sollte also die maximale Innentemperatur um die 165 - 185° liegen. Jedoch ist es auch möglich Fassungen aus Keramik einzusetzen die noch höhere Temperaturen vertragen können, ebenfalls wie das Einsetzen von Lüsterklemmen aus Keramik. Details wie durchschwenkbare Bügel oder die Halterungen für die Torblenden bzw. Farbfolienhalter runden dann das gesamte Erscheinungsbild des Scheinwerfers ab. Weitere Varianten sind natürlich die Shortnose oder Long Typen, deren Tubus zur Lichtabschattung länger sind bzw. für breit abstrahlende Leuchtmittel kürzer. Oft werden die Schorties auch gerne genommen, da Sie handlicher sind oder mit zweiten Bügel ideal für den Bodeneinsatz ohne extra Bodenstativ eingesetzt werden können. Auch kennt jeder das Problem beim Einsatz von einem Farbwechsler vor einem PAR, das dieser sich durch das vordere Gewicht nach unten neigt. Die Bügelarretierung ist oft für solch eine Belastung nicht ausgelegt. Dafür gibt es auch einen Typ, der mit einer verstellbarer Unterstützung sicher das Mehrgewicht halten können. |
Shortnose mit zweiten Bügel um Ihn auf dem Boden stellen zu können (Quelle: Major) |
![]() Bügel mit weiterer Arretierung, damit ein Scroller sicher in der Tiltposition gehalten wird. (Quelle: Major) |
|
|
![]() PAR in der Fertigung; PAR im Zwischenlager (Quelle: DTS) |
| Raylight | ||
| Der nächste Entwicklungsschritt des PARs war das lösen von der Pressglasskolbenlampe. Zum einem ist das Leuchtmittel mit dem vielen Glas sehr schwer, das Lichtbild ist sehr inhomogen und zuletzt durch die Kompexibilität des Leuchtmittels ist das Leuchtmittel sehr teuer. So lag es nahe, den Reflektor immer beizubehalten und nur noch das Innere Leuchtmittel selbst auszutauschen. So entstand ein Reflektor mit einem GY 9,5 Sockel für im Theater übliche Leuchtmittel wie z.B. T25, M40, CP81, CP82 oder M38 die einen Lichtschwerpunkt in der Höhe von 46,5mm aufweisen. Natürlich ist dann auch ein Reflektor notwendig für Leuchtmittel mit den Lichtschwerpunkt von 36,5mm. Damit stehen sehr preiswerte und kompakte Leuchtmittel zur verfügung, was sich auch im Volumen der Lagerhaltung bemerkbar macht. Nebenbei ist die Leistung nur bis zu 500 Watt, wodurch man doppelt soviel Parr auf den Kreis anschließen könnte, oder aber viel Energie und Verlustwärme einspart. Das die Leistung nur die Hälfte der üblichen PAR 64 betrug, machte der Raylight durch seine Strahlbüdelung wett. Er hat einen markanten eng abstrahlenden Beam, ideal zu Beamshow. Auch dass das Aufleuchten und abglimmen mit diesem Leuchtmittel, das nicht ganz so träge ist, schneller vonstatten geht, ist für den Chaser einer Beamshow ideal. | ||
Raylightreflektor zum Einbau in PAR Scheinwerfergehäuse (Quelle: Major) |
||
PARs werden mit Raylights konfektioniert. |
||
![]() RAY-Light-Adapter zum nachträglichen Einsatz. Die Rücksite der Fassung ist als GY16d-Stiftsatz ausgeführt (Quelle: DTS) |
| S4 PAR bzw. Source Four PAR | |||
| Ein Source Four PAR ist die konsequente Weiterentwicklung eines PAR-Scheinwerfers um all seine Schwächen auszumerzen. Für die mechanische Stabilität sorgt nun ein ALU-Druckgussgehäuse. Von der optischen Grundkonstruktion holt er sich Anleihen vom Raylight PAR. Wobei hierbei das besondere ist, dass das Leuchtmittel nun speziell für den Scheinwerfertyp entwickelt wurde. Das Firlament des Leuchtmittels ist rotationssymetrisch wie eine Tonne aufgebaut. Zusammen mit dem Reflektor, dessen Fasetten auf die Segmente des Firlaments ausgerichtet wurden, ist nun mit diesem PAR auch eine gleichmäßige Ausleuchtung einer Fläche möglich, bzw. das Lichtbild ist weitestgehenst homogen, womit ein Einsatz in einem Theater zur Flächenausleuchtung möglich erscheint. Genutzt wird er aber mehr von Verleihern und Messebauern zum sauberen Ausleuchten von Flächen, da im Theater der Linsenscheinwerfer mit seiner stufenlosen Verstellung des Leuchtmittels doch mehr Möglichkeiten bietet. Statt nun das Leuchtmittel wie beim PAR auszutauschen um die verschiedenen Abstrahlwinkel zu verwirklichen, wird beim S4-PAR einfach nur eine Frontlinse ausgetauscht. | |||
|
VNSP
Very narrow spot Klares Glas 15° rotationssymetrisch ![]() |
NSP |
MFL
Medium Flood 7 Fasettenreihen 21° x 34° Oval ![]() |
WFL
Wide Flood 11 Fasettenreihen 30° x 51° Oval ![]() |
| An
dieser Stelle sei mal erlaubt Details hervorzuheben, die beim praktischen
Arbeiten immer wieder auffallen. Einmal sei gesagt, dass der Einfluss, ob
die Linse mit der Wölbung nach innen oder außen gekehrt ist,
im optischen Sinn keine großen Unterschiede macht. Dennoch sollte
man die Wölbung nach innen legen bei S4-PAR, da dann das entnehmen
der Linse, das hineingleiten in die Hand nach betätigen der Festhaltenippel
leichter vonstatten geht. Hierbei zeigt sich auch ein Unterschied zu preislich
günstigeren Nachbauten, wo die Arretierungslasche der Linse bei der
Kopie über den Linsenrand springen kann, da das Federblech nicht wie
beim ETC durchgängig nach unten geführt wird. Bei Betätigung
drückt man dann auf den Glaswulst und die Linse kommt nicht frei. Das
Herauslösen vor dem Glaswulst ist dann sehr umständlich. Einfache Federlasche beim Nachbau kann soweit rausspringt, dass der Druck auf die Lasche auf dem Glas selbst wiedergegeben wird und die Lasche nicht das Glas freigibt. |
|||
Das
Ausrichten der Oval abstrahlenden Linsen ist mit der rotierbaren Linsenhalterung
von außen zu bewerkstelligen. Damit greift man nicht mehr in den Scheinwerfer
hinein. Der Splitterschutz ist gegeben und das Leuchtmittel ist mit seinen
750Watt noch dynamischer und Energiesparender als beim 1 KW Pressglassleuchtmittel.
Somit weist der Source Four PAR alle Funktionen des althergebrachten PARs
auf und übertrifft Sie in Lichtbild, Robustheit, Sicherheit, einfacher
Handhabung, Langlebigkeit und niedrigen Unterhaltskosten. Zubehör wie
Topheads die Ihn zum Long-Version machen oder Eggrate sind reichlich vorhanden.
Source Four PAR, der besser PAR (Quelle: Lightpower) Source Four im Open Air Einsatz bei den Nibelungen in Worms |
|||
| S4 PAR bzw. Source Four PAR mit Entladungslampe | |
|
Der S4-PAR wird auch mit anderen
Leuchtmittelgattungen wie CDM oder MSR oder HSD angeboten.
Gerade bei Messeeinsätzen wo ein Scheinwerfer nicht gedimmt werden
muss sind die Vorteile der geringeren Strombelastung und der damit kleineren
Infrastruktur bzw. Kosteneinsparung enorm. Dabei kommen die Vorteile der
Entladungslampen wie hohe Farbtemperatur durchaus zur Geltung um die Produkte
hervorzuheben und strahlen zu lassen. An dieser Stelle knüpfen wir
noch mal an das oben gesagte an. Dort hatten wir unter Typenschild erwähnt,
das je nach Leuchtmittel unterschiedlich hohe UV-Emmisionen erfolgen.
Ein ähnlichen Effekt hat natürlich auch die Frontlinse eines
S4 PAR. Hier sollte man die Bedienungsanleitung ernst nehmen, wenn dort
steht das nur Orginallinsen eingesetzt oder ersetzt werden dürfen.
Das hat weniger mit Gewinnmaximierung zu tun, als das diese Orginallinsen
von Schott ebenfalls UV filtern. Man kann dort auch eine billigere Linse
einer Chinakopie einsetzen, jedoch haben Messungen der UV-Strahlung ergeben,
das dann die Verweildauer unter diesem Scheinwerfer drastisch minimiert
werden muss. Landläufig: er haut dann zu viel UV raus. Man kann das
dem Glas bzw. der Linse nicht ansehen ob Sie UV stärker oder weniger
stark hindurchläßt, denn dafür sind Beimischungen im Glas
zuständig, die man nicht mit dem Auge nicht erkennen kann. Mit dem
Zunehmen der Strahler mit Entladungslampe muss man sich auch mehr mit
der UV-Thematik befassen. Seriöse Hersteller können auf Anfrage
die Verweildauer unter einem UV-Emittierenden Scheinwerfer, und diese
sind nicht nur Entladungslampen, sondern auch 12V MR16 Halogenstrahler,
angeben. |
| S4 PAR bzw. Source Four PAR und Schutzgitter | ||
|
Man findet bei den preisgünstigen
PARs wie auch bei den ETC-Nachbauten immer wieder dass das Schutzgitter
mit dem Farbfolienhalter zusammen als Einheit gefertigt werden. Abgesehen
davon, das man dieses Schutzgitter, das gleich Farbfolienhalter ist, auch
mal schnell verlegen kann und damit die Schutzeinrichtung nicht mehr am
Scheinwerfer ist und genau genommen dann nicht mehr betrieben werden darf,
sind noch zwei unschöne Effekt durch diese Einsparung Schutzgitter
und Folienhalter zusammenzulegen, die Folge. Einmal wundern Sie einige
Anwender dass Sie, obwohl Sie eine helle HT- oder B1 Zertifizierte Farbfolie
verwenden, dass dann diese Folie nach kurzer Zeit an dem Gitter festklebt.
Dies müsste aber leicht nachvollziehbar sein, wenn man die Fläche
betrachtet, die das Gitter bei dem Kombifoliengitterhalter bildet. Ein
großer Teil des Lichtes und der Wärmestrahlung fällt auf
das Gitter, da recht großzügige Breiten aufweist, und zudem
die Farbe auch noch schwarz ist und folglich wärme besser aufnimmt,
so das dort deutlich Temperaturen über 230° gemessen werden können,
insbesondere wenn der Scheinwerfer senkrecht nach oben strahlt, um z.B.
eine Rückwand einzufärben. Selbst Ploycarbonat vermag dieser
Erwärmung nichts entgegenzusetzen, zumal die Folie auch kühlende
Luft benötigt, die frei an der Oberfläche vorbeiziehen kann.
Liegt die Folie aber an einem Gitterblech an, so findet bei den Auflagefläche
keine Luftzirkulation mehr statt, und die Folie erhitzt sich noch mehr. |
||
![]() Folie verschmelzen am Metall |
||
Farbfolienhalter und Schutzgitter in einem, Farbfolien verschmelzen am Gitter |
||
Schutzgitter separat und sehr "Lichtdurchlässig" - Farbfolie verschmiltzt nicht am Gitter |
||
| Der
andere Effekt ist, dass die große Gitterfläche nicht nur immens
viel Wärme aufnimmt, sondern das Sie auch Schatten wirft. Die folgenden
Bilder bedürfen glauben wir keinen Kommentar. Natürlich reicht
eine solche Lichtverteilung für jede Diskothek aus, da es dort nur
um das Flackern ansich geht, jedoch ordenliche Flächen auszuleuchten,
ist mit diesem Schutzgitter bei kritischer Betrachtung nicht möglich. Links Scheinwerfer mit Schutgitterfarbfolienhalterkombination und resulierender Gitterabbildung, rechts homogenes Lichtfeld beim ETC-S4 |
||
![]() Lichtverteilungskurve eine ETC S4 |
||
![]() Lichtverteilungskurve eines Scheinwerfers mit Schutgitterfarbfolienhalterkombination |
||
![]() Detail der Gitterabbildung in der Lichtverteilungskurve eines Scheinwerfer mit Schutgitter Farbfolienhalterkombination |
| Weitere Bauformen von PAR-Scheinwerfern |
|
Dort wo erheblich mehr Licht
benötigt wird ist oftmals für Filmaufnahmen oder TV-Außenproduktionen.
Für die dortige Anwendung wurden PAR-Scheinwerfer mit Entladungslampe
entwickelt, die nur noch wenig mit dem PAR64 gemeinsam haben. Dort wird
oftmals eine einseitig gesockelte Entladungslampe eingesetzt. Um z.B.
verschiedene Wattagen mit einem Scheinwerfer bewältigen zu können
kann z.B. eine mechanische Verstellung den Lichtschwerpunkt des Leuchtmittels
zum Reflektor erfolgen. Die Gehäuse sind dann aus Edelstahl für
einen rostfreien Außeneinsatz und sogar das Vorschaltgerät
können in IP 23 ausgeführt sein. Solch ein modernes Vorschaltgerät
erlaubt neben der obligatorischen Flickerfreiheit auch ein Dimmen bis
zu 30% Leistung. Das ist dann in der Kamera immerhin 50% weniger Licht.
Und wenn der Scheinwerfer zwei Leistungsstufen erlaubt, kann das Vorschaltgerät
das auch. Eine Fernsteuerbarkeit über DMX erlaubt auch eine schnelle
Änderung der Szene bei Einsatz von mehreren Scheinwerfern gleichzeitig.
Wird dann noch drahtlose DMX-Übertragung angewendet, reduziert sich
auch der Kabelaufwand, so wie es gerade bei großen Produktionen
in Innenstätten bei Straßensperrungen und den daraus bedingten
kleinen Zeitfenstern die die Location zur Verfügung steht, naturgemäß
alles sehr schnell gehen muss. |
| Konnte
der eben genante Tageslicht PAR noch im Regen stehen, so gibt es auch Versionen
die ins Wasser Gehen können. Bei einer Anwendung im Wasser mit IP68
und einer Wassertiefe z.B. von 2m gilt aber noch zu beachten, das dann keine
230V Netzspannung mehr benutzt werden darf, sondern eine Schutzkleinspannung.
So ist dann auch ein anderes Leuchtmittel zu diesem PAR einzusetzen. Bei
Einsatz in Schwimmbädern oder bei Kreutzfahrtschiffen ist auch darauf
zu achten das Salzwasser wie auch Chlor sehr aggressiv zu Metallen sind.
Bei Einsätzen in solchen Umgebungen ist Edelstahl oder gut geschütztes
Aluminium zu bevorzugen aber Achtung bei den Schrauben, das diese keine
Spannungsreihe bildet weil Sie aus einem anderen Material bestehen. Falls
doch müssten Sie wenigstens mit einem Dichtring die Umwelteinflüsse
von dem festzuhaltenden Bereich fernhalten. |
![]() Scheinwerfer Montiert in Sonderlackierung (Quelle: DTS) |
![]() Scheinwerfer in Aktion im Schwimmbad. (Quelle: DTS) |
| PAR64 in IP68 Ausführung erlaubt ein Untertauchen bis 2m. Da Edelstahlschrauben eingesetzt werden sind auch Umwelteinflüsse wie Salzwasser oder Chlor im Schwimmbad für diesen Scheinwerfer kein Problem. |
|
Symbole |
|
| Die DIN 15560-1 definiert nun diese Gruppe von Scheinwerfer die hauptsächlich über rotationssymetrischer asphärischer Holspiegel vorzuggsweise mit oder ohne Gegenspiegel arbeiten. Während die Din 15560 Teil 6 diesem Scheinwerfertyp nicht als Symbol aufführt, was die Studiolastigkeit dieser DIN erkennen lässt, haben sich dennoch folgendes Symbol herausgebildet. | |
![]() Symbole für Parabolspiegelscheinwerfer |
|
Vielen Dank
für Ihr Interesse |
| Quellenverzeichnis:
VBG Vorschriften sind unter der URL http://www.vbg.de / Service / Publikationen im PDF Format herunterladen. |